Projekt 'Jahreskünstler im Haus der menschlichen Begleitung'
Zielsetzung
Im 'Haus der menschlichen Begleitung' können Sterben, Tod und Trauer in lebensfreundlichem Umfeld bewusst und vertraut erlebt und erfahren werden. Betroffenen wird Mut gemacht, aus Trauerkrisen Perspektiven fürs Leben zu gewinnen. Nicht Betroffene werden über die Bewusstwerdung eigener Endlichkeit für ein wertschätzenderes und mündigeres Leben sensibilisiert.
Immer mehr Menschen entdecken hier die heilende Kraft und die Kreativität der Trauer wieder, sei es in der unmittelbaren Zeit zwischen Tod und Weggeben des Verstorbenen oder in den danach folgenden Monaten und Jahren.
Das Haus wurde in den vergangenen Jahren zur Anlaufstelle nicht nur für Trauernde. Experten aus Theologie, Medizin, Soziologie, Psychologie, Philosophie und Kultur kommen nach Bergisch Gladbach; unsere Arbeit erfreut sich auch international öffentlicher und medialer Aufmerksamkeit; Fritz Roth wurde in die weltweit führende "International Workgroup of Death, Dying and Bereavement" berufen.
Schon immer konnte Kunst erheblich zur Bewältigung von Lebenskrisen beitragen - ebenso sehr haben solche Krisen Künstler immer wieder zu herausragenden Werken inspiriert.
Im Rahmen unseres 'Jahreskünstler-Projektes' erhalten von einer Jury ausgewählte Künstler die Möglichkeit, ein Jahr lang die künstlerische Auseinandersetzung durch die reale Begegnung mit Tod und Trauer zu bereichern und wo möglich zu vertiefen. Die Konsequenz, diesen Themen auf den Grund zu gehen, soll über das 'Haus der menschlichen Begleitung' verdichtet, manifestiert und von hier aus progressiv in die interessierte Öffentlichkeit getragen werden.
Zusätzlich erhalten Trauernde so die Möglichkeit, ihren Trauerprozess durch die Begleitung eines Kunst schaffenden Menschen zu bereichern.
Der Trauerprozess ist einem seelischen Erdbeben vergleichbar; die ausgelösten Veränderungen brauchen Raum und Erlaubnis zum Ausdruck, der zu oft durch nicht lebensfreundliche Normen und Gewohnheiten unterdrückt wird. Die Begegnung mit Kunst und Künstlern hilft, das kreative Veränderungspotential von Trauer zu erschliessen.
Immer mehr Menschen entdecken hier die heilende Kraft und die Kreativität der Trauer wieder, sei es in der unmittelbaren Zeit zwischen Tod und Weggeben des Verstorbenen oder in den danach folgenden Monaten und Jahren.
Das Haus wurde in den vergangenen Jahren zur Anlaufstelle nicht nur für Trauernde. Experten aus Theologie, Medizin, Soziologie, Psychologie, Philosophie und Kultur kommen nach Bergisch Gladbach; unsere Arbeit erfreut sich auch international öffentlicher und medialer Aufmerksamkeit; Fritz Roth wurde in die weltweit führende "International Workgroup of Death, Dying and Bereavement" berufen.
Schon immer konnte Kunst erheblich zur Bewältigung von Lebenskrisen beitragen - ebenso sehr haben solche Krisen Künstler immer wieder zu herausragenden Werken inspiriert.
Im Rahmen unseres 'Jahreskünstler-Projektes' erhalten von einer Jury ausgewählte Künstler die Möglichkeit, ein Jahr lang die künstlerische Auseinandersetzung durch die reale Begegnung mit Tod und Trauer zu bereichern und wo möglich zu vertiefen. Die Konsequenz, diesen Themen auf den Grund zu gehen, soll über das 'Haus der menschlichen Begleitung' verdichtet, manifestiert und von hier aus progressiv in die interessierte Öffentlichkeit getragen werden.
Zusätzlich erhalten Trauernde so die Möglichkeit, ihren Trauerprozess durch die Begleitung eines Kunst schaffenden Menschen zu bereichern.
Der Trauerprozess ist einem seelischen Erdbeben vergleichbar; die ausgelösten Veränderungen brauchen Raum und Erlaubnis zum Ausdruck, der zu oft durch nicht lebensfreundliche Normen und Gewohnheiten unterdrückt wird. Die Begegnung mit Kunst und Künstlern hilft, das kreative Veränderungspotential von Trauer zu erschliessen.
Jury und Kriterien
Jährlich lädt eine Jury aus fünf Externen und einem Vertreter des Hauses einen Künstler als Jahreskünstler ein. Jedes Jurymitglieder kann zwei Künstler vorschlagen; aus den Vorschlägen wird zum 01. September mehrheitlich gewählt. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des Vertreters des Hauses doppelt.
Für die Wahl eines Jahreskünstlers sollte dessen bisherige Arbeit im Sinne eines sensiblen Umgangs mit den Themen Sterben, Tod und Trauer und den sich in unserem Haus aufhaltenden Menschen sprechen. Sie sollten erkennbar das Wagnis eingehen, sich mit dieser thematischen Schnittstelle des Lebens auseinander zu setzen, sich dem Widerspruch von Wissen und Nicht-Wissen, Grenzen und Grenzüberschreitendem zu stellen.
Die Künstler können in den unterschiedlichsten Richtungen und Medien, etwa Malerei, Skulptur, Fotografie, Video oder Aktion, arbeiten.
Das Abstimmungsergebnis ist nicht öffentlich, Rechtsmittel sind nicht zulässig.
Für die Wahl eines Jahreskünstlers sollte dessen bisherige Arbeit im Sinne eines sensiblen Umgangs mit den Themen Sterben, Tod und Trauer und den sich in unserem Haus aufhaltenden Menschen sprechen. Sie sollten erkennbar das Wagnis eingehen, sich mit dieser thematischen Schnittstelle des Lebens auseinander zu setzen, sich dem Widerspruch von Wissen und Nicht-Wissen, Grenzen und Grenzüberschreitendem zu stellen.
Die Künstler können in den unterschiedlichsten Richtungen und Medien, etwa Malerei, Skulptur, Fotografie, Video oder Aktion, arbeiten.
Das Abstimmungsergebnis ist nicht öffentlich, Rechtsmittel sind nicht zulässig.
Die Arbeitsmöglichkeiten des Jahreskünstlers
Der Künstler hat die Möglichkeit, während eines Jahres die Arbeit des 'Hauses der menschlichen Begleitung' zu begleiten. Dazu gehören u.a. bei Einverständnis aller Betroffenen
- Gespräche und Gesprächskreise
- Überführung und Versorgung von Verstorbenen
- Abnahme von Totenmasken
- Aufbau und der Gestaltung von Trauerfeiern
- Führungen von Besuchsgruppen
- diverse Veranstaltungen
- Supervisionen der Mitarbeiter
Dem Künstler wird eine permanente Ausstellung im Eingangsbereich des Hauses ermöglicht; darüber hinaus sind in Abstimmung mit der Leitung des Hauses während des ganzen Jahres Installationen im Außenbereich möglich. Er kann eigene Seminar- und Ausstellungs-Angebote in das Veranstaltungsprogramm des Hauses einbringen und dazu in Abstimmung vorhandene Räume nutzen.
Künstlers und entstehende Arbeiten werden in einer eigenen Rubrik der Internetseite www.puetz-roth.de/
präsentiert und sind auch nach Ablauf des Jahres einsehbar. Darüber hinaus wird dem Künstler auf Wunsch im Rahmen des Forums auf der Internetseite ein eigenes Themenfeld eingeräumt, wo er mit Interessierten über seine Gedanken und Arbeiten diskutieren kann.Abschliessende Veranstaltung
Neben der permanenten Ausstellung im Eingangsbereich des Hauses wird dem Künstler zum Ende des Jahres eine Ausstellung im ganzen Haus eingerichtet, in deren Rahmen er auch eine Gesamtschau seines Werkes zeigen kann. Diese Ausstellung wird durch eine Vernissage eröffnet und eine Finissage beendet, auf der auch der nächste gewählte Jahreskünstler der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Zu dieser Jahresausstellung wird eine Dokumentation über die Arbeit des Künstlers in der Auseinandersetzung mit den Themen "Sterben, Tod und Trauer" herausgebracht.
Zu dieser Jahresausstellung wird eine Dokumentation über die Arbeit des Künstlers in der Auseinandersetzung mit den Themen "Sterben, Tod und Trauer" herausgebracht.
Öffentlichkeitsarbeit
Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit erfolgt durch das 'Haus der menschlichen Begleitung'. Nach der Festlegung der Jury auf den Jahreskünstler wird dieser durch eine Presseerklärung/-konferenz der Öffentlichkeit präsentiert, danach nochmals im Rahmen der Finissage des scheidenen Jahreskünstlers. Die Finissage ist gleichzeitig ein Forum, in dessen Rahmen scheidener und kommender Jahreskünstler sich über Ansichten, Meinungen und Arbeitsschwerpunkte austauschen können.
Verpflichtungen des Jahreskünstlers
Der Jahreskünstler wird auf die Sensibilität des Ortes und der sich hier aufhaltenen Menschen hingewiesen.
Aus Sicht des Hauses eventuell notwendig werdende Eingriffe oder Maßnahmen bedürfen einer mehrheitlichen Entscheidung der Jury.
Aus Sicht des Hauses eventuell notwendig werdende Eingriffe oder Maßnahmen bedürfen einer mehrheitlichen Entscheidung der Jury.
Vergütung und Kosten
Das 'Haus der menschlichen Begleitung' erstattet nach Absprache im Laufe des Jahres anfallende Materialkosten. Weiterhin werden, ebenfalls nach vorheriger Absprache, anfallende Reise- und Übernachtungskosten vom Haus getragen.
Weitere Honorare werden nicht gezahlt. Der Künstler muß keinerlei Provisionen auf im Laufe des Jahres im oder über Kontakte des Hauses verkaufte Arbeiten an das Haus zahlen. Für den Künstler entstehen keine Kosten für Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit oder der Erstellung der Dokumentation.
Weitere Honorare werden nicht gezahlt. Der Künstler muß keinerlei Provisionen auf im Laufe des Jahres im oder über Kontakte des Hauses verkaufte Arbeiten an das Haus zahlen. Für den Künstler entstehen keine Kosten für Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit oder der Erstellung der Dokumentation.












